Am 08.05.2020 wurde ein neuer Hauptbremszylinder eingebaut und die übrigen Bremsleitungen gebogen und angeschlossen.
Als nächstes folgen die Bremssättel mit Belägen und die beiden vorderen Bremsschläuche. Ein Vergleichsbild (von 2008), habe ich für den vorher-  / nachher-Effekt eingestellt. Im vorderen Bereich war der Käfer besonders “knusprig” vor lauter Rost. 

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Das Thema “Bremssättel” war ja noch nicht abgeschlossen. Einer der alten ATE Sättel, die ich gebraucht im Internet gekauft hatte war mir ja auf den Boden gefallen. Hatte ich ja bereits erwähnt. Aber das Problem war auch, das die Bremskolben sehr sehr schwergängig waren. Durch den Riss waren die Sättel ja nun sowieso unbrauchbar. Eigentlich wollte ich neue Bremssättel erwerben. Aber leider gibt es nur Nachbauten von den ATE-Sätteln oder aber von den damals verbauten VW-Girling-Sätteln. Diese sind zwar relativ günstig, aber es ist nichtmal der Hersteller eingegossen und wer weiß wo die Sättel herkommen. Die mögen zweifelsfrei in Ordnung sein, aber ich könnte mir vorstellen, das man beim TÜV Probleme bekommen könnte, wenn nichtmal eine Prüfnummer oder eine Teilenummer oder der Hersteller im Guss vorhanden sind.
Daher habe ich mich nochmals auf die Suche nach gebrauchten Bremssätteln begeben. Ich habe jetzt gebrauchte Original VW-Girling Sättel. Man hat mir zu Verstehen gegeben, das alle 4 Bremskolben absolut gangbar sind und auch alle 4 Entlüfterventile sind nicht festgegammelt. Und so war es dann auch. Eigentlich hätte man die Bremssättel nur reinigen müssen. Aber die Staubmanschetten an den Kolben waren doch sehr “lullig” von der Gummikonsistenz her und an einer kleinen Stelle auch schon gerissen. Aber das ist nicht weiter schlimm. Es wurde jetzt folgendes bestellt: 1x neuer Dichtsatz für beide Bremssättel; 1x Satz Bremsklötze; 1x Satz Befestigungsteile für die Bremsklötze; 1x Bremskolbenpaste für die neuen Dichtringe und die alten Kolben; 2x Bremsschläuche; 2x Klammern zur Befestigung der Bremsschläuche und weil wir ja an der Vorderachse dran sind auch noch 1x Satz Gummilager für den Vorderachsstabilisator. Dann habe ich erstmal wieder zu tun.

Die Bremssättel sind nun beide überholt. Alle 4 Kolben bekamen neue Dichtringe und neue Staubmanschetten. Zudem wurden die Bremssättelgehäuse, Zylinder und Kolben gereinigt.
Jetzt verfügt der Käfer über eine originale Scheibenbremse. Sämtliche Komponenten stammen aus dem damaligen Volkswagen-Regal (angefangen beim Achsschenkel).
Zum Update vom 31.05.20 wurden hier noch ein paar Fotos hinzugefügt.
Ich habe an der Vorderachse die alten “noch” ranzigen Räder montiert. Das Fahrgestell ist fast rollbar. Aber es fehlen noch die Stoßdämpfer. Der Käfer bekommt demnächst Gasdruckstoß-
dämpfer der Firma Bilstein. Es handelt sich hierbei um verbesserte Seriendämpfer, die für mehr Fahrkomfort sorgen sollen. Auch wenn der Käfer seine 34 PS behalten wird, möchte ich nicht auf Fahrkomfort verzichten. Die Firma Bilstein gab es auch schon zu damaligen Zeiten und somit ist der Einbau der Dämpfer zeitgenössisch.

Als nächstes folgt das Entrosten und Lackieren des Stabilisators. Ich habe mir die Teile schonmal zurechtgelegt. Die Gummis des Stabilisators sind absolut nicht mehr zu gebrauchen. Sie sind gerissen und an manchen Stellen hängen Gummifetzen herunter. Außerdem sind die Gummis total hart und spröde.
Ich habe einen neuen Gummisatz bestellt. Auch die Metallbeschläge, mit denen die Gummis die unteren Achslenker und den Stabilisator umschließen, sind im Set enthalten. Am 10.06.20 wurde der Stabilisator entrostet, entfettet und schwarz glänzend lackiert.

17.06.20. Die neuen Bilstein-Stoßdämpfer für die Vorderachse sind da. Den gezeigten Anbausatz hatte ich separat bestellt.
Der bereits lackierte Stabilisator wurde auch befestigt. Diesen hatte ich tatsächlich zuerst falsch herum montiert....  Also nochmals losmachen und so montieren, das der Stabilisator mit der Form nach oben hin verläuft. Auch die Verschlüsse der Beschläge müssen nach unten zeigen. Etwas, das ich gar nicht mehr so richtig in Erinnerung hatte. Im Internet gibt es zwar viele Fotos darüber, aber meist sind es dann spezielle Stabilisatoren für Rennkäfer und dergleichen...  und wer weiß, wie viele Käferfahrer mit einem falsch herum montierten Stabilisator durch die Gegend fahren.
In den nächsten Tagen geht es weiter. Entweder mit den neuen Bilstein-Stoßdämpfern für die Hinterachse oder mit den Spurstangen und dem Lenkungsdämpfer der Vorderachse... mal schauen...
oder ich bereite ein paar Alt-Teile auf.

Am 18.06.20 begann ich damit, die Teile der hinteren Ausgleichsfeder des Käfers aufzubereiten.
Es ist etwas aufwändig, aber man kann die Stahlteile gut mit einem kleinen Dremel-Multi entrosten.
Man könnte die Teile natürlich auch sandstrahlen. Aber dann müsste ich die Teile zu einer Firma geben. Das würde mir zu lange dauern. Ich kann mit meinem Kompressor nur Stahlbleche strahlen. Kein dickwandiges Material.
Ich habe auf den Dremel Multi einen kleinen Schleifstein aufgesetzt. Den Dremel einfach nur leicht über das Material “laufen lassen”. Keinen Druck ausüben. Dann geht der Rost sehr gut ab. Auch in den Metallporen. Bei wenig Druck, wird auch das Material nicht dünner.

und jetzt Fachchinesisch: Warum eine Ausgleichsfeder an der Hinterachse, und was bewirkt diese eigentlich?

man kann es so erklären: Bei Fahrzeugen, die hinten eine Pendelachse haben (sprich: Käfer) und Hinterradantrieb, verhindert die Ausgleichsfeder ein wenig die Neigung dazu, dass das Fahrzeug im kritischen Grenzbereich stark übersteuert.
Was bedeutet “übersteuern” ?
man kann es so erklären: Ein Fahrzeug übersteuert, wenn quasi das Heck bei schneller Kurvenfahrt zur kurvenäußeren Seite driftet.

Was bedeutet “untersteuern”?
man kann es so erklären: Bei schneller Kurvenfahrt schiebt das Fahrzeug über die Vorderräder, womit im Grenzbereich quasi der Kurvenbogen nicht mehr exakt kreisförmig gefahren werden kann und das Fahrzeug trotz eingeschlagener Räder fast geradeaus “abschmiert”.

Es gibt Käferfahrer, die die Ausgleichsfeder hinten einfach weglassen. Da wäre ich vorsichtig. Es handelt sich hierbei um Berechnungen des Ingenieurs. In kritischen Situationen kann das ganz schnell ins Auge gehen. Auch wenn viele meinen, das man mit einem 34 PS-Motor nicht die Welt einreissen kann. Es ist aber trotzdem möglich in kritische Bereiche vorzudringen und bevor man im Graben landet, sollte man die Ausgleichsfeder besser nicht weglassen.
Bei selbstgebauten Rennkäfern, durch Tieferlegung, andere Rad-Reifen-Kombinationen usw. muss das Fahrverhalten von Profis eingestellt werden. Also nicht jeder, der sich einen Rennkäfer selbst auf die Beine gestellt hat, erfüllt auch gleichzeitig ein gutes Fahrverhalten. Das ist dann eher ein “Lottospiel”...

Zu betrachten wären da nämlich auch noch die Sturz- und Spureinstellungen der Räder vorne und hinten. Also, wer es fahrwerkstechnisch nicht bis zum Ingenieur geschafft hat, der lässt besser die Finger davon, oder gibt sein Fahrzeug zu absoluten Fahrwerk-Profis, die eben auch
Profi-Rennerfahrung besitzen und genau wissen wo man nachjustieren kann.
Deshalb bleibt mein Käfer auch weitgehend original.

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+++Letztes Update am 12.08.2020+++
 
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