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28.11.2011.... Es geht mit riesen Schritten auf Weihnachten zu.
Heute habe ich mal angefangen zu verzinnen. Reparaturstelle im hinteren
rechten Radhaus + Reparaturstelle Seitenteil rechts unten.
Ich habe mal einigermaßen beschrieben, wie man richtig verzinnt.
Leider habe ich keine 3 Hände, sonst hätte ich Fotos gemacht und gleichzeitig auch noch die Werkzeuge ins Bild gehalten. Ich erklärs einfach mal für diejenigen, die auch gerade einen Young- oder Oldtimer restaurieren. Hier die Fotos:

Hier sieht man das Seitenteil rechts. Ich hatte ja schon vor längerer Zeit den unteren Teil neu angesetzt. Damit man später keine Unebenheiten mehr im Lack sieht (ärgerlich), wird nun verzinnt. (ganz kleine Unebenheiten gleicht  später eine geringe Menge Feinspachtel und Spritzfüller (Lackiererarbeit) aus.

Als nächstes... her mit der Verzinnungspaste. Gut schütteln oder
umrühren... weiter im nächsten Bild...

Jetzt die Verzinnungspaste mit der Lötlampe erhitzen. Aber Achtung: Nicht so, das das Blech knackt und knistert. Schon ein wenig auf eine Stelle halten, aber auch zügig mit der Flamme über die eingepinselte Stelle gehen. Blechverzug so gering wie möglich halten. Die Verzinnungspaste wird sich chromfarben verwandeln,
wenn sie erhitzt wird, dann nimmt man einen Lappen und wischt über die erhitzte Stelle mit einem schnellen Wisch. Es entsteht eine dünne Zinnschicht. (Trägerschicht)

Zinn ist teuer und sollte nicht auf den Boden tropfen. Wenn die Flamme das Zinn zu heiss macht, dann tropfts runter. Also Flamme etwas zurücknehmen, wenn das Zinn zu dünnflüssig wird. Auch hier konnte ich die Lötlampe nicht ins Bild halten, da ich keine 3 Hände habe. Der Holzspatel wird in Wachs getränkt, damit das Zinn nicht am Holz kleben bleibt, bzw. der Holzspatel nicht zu brennen anfängt. Zinn erhitzen und Stück für Stück wie Butter von unten nach oben streichen....

Wie man sieht....  die Schweissnaht ist nicht mehr zu sehen, oder
man sieht noch etwas die Oberfläche der Naht, wenn diese in der höchsten Ebene liegt. Zu dick sollte nicht aufgetragen werden, da man sonst eine Welle unter dem späteren Decklack hat. Wichtig ist das alles eine Zinnschicht bekommt. Diese sorgt für Stabilität und schützt vor erneutem Rost.

Die Reparaturstelle im hinteren rechten Radhaus habe ich vor dem Seitenteil verzinnt.

.... wie man sieht, wird die Schweissnaht und angrenzende Bereiche erstmal vom Zinkspray (gegen Flugrost) blank gemacht (wichtig, weil sonst hält später das Zinn nicht!). Wenn alles blank ist, gehts im nächsten Bild weiter...

.... jetzt folgt auftragen der Verzinnungspaste mit einem Pinsel. Schweissnaht und angrenzendes blankes Blech muss satt angepinselt werden..... siehe nächstes Bild...

hier im Bild sind schon zwei Schritte dargestellt. Das glatt gestrichene nicht beachten. Hier geht es um das Andrücken des Zinnmaterials. Man bekommt das im Fachhandel als Zinnstangen zu kaufen. Natürlich fehlt in diesem Bild die Lötlampe um das ganze zu erhitzen, aber Foto machen und alles ins Bild halten geht leider nicht. Man hält die Düse der Lötlampe flach über das Blech, so dass die Hitze über das Blech streicht und gleichzeitig die Zinnstange erhitzt. Die Zinnstange nehmen und immer durch leichtes drehen einen großen Klecks Zinn an das Blech drücken... weiter .....

So... hier ist die Reparaturstelle schon komplett verzinnt.
Jetzt ist das ganze noch etwas rauh. Als nächstes nimmt man einen Winkelschleifer und versieht diesen mit einer Schleifscheibe. Jetzt ganz leicht über die verzinnte Stelle mit dem Winkelschleifer gleiten. Nicht aufdrücken. Gleichmäßig alle Unebenheiten beseitigen. .....   nächstes Bild...

ein brauchbares Ergebnis und viel besser als kilogrammweise Spachtel aufzutragen. Das macht kein Mensch mehr.
Die Vorteile von Zinn: - Es platzt nicht ab, im Gegensatz zu
                                       Spachtelmasse, die irgendwann Wasser
                                       ziehen könnte.
                                     - Zinn geht eine feste Verbindung mit
                                       dem Karosserieblech ein
                                     - Es lässt sich sehr gut bearbeiten und
                                       in Form schleifen.