Käfer-Restauration Seite56


Am 25.08.25 ging es weiter mit der Fahrerseite des Käfers.

Manchmal tut man sich mehr Arbeit an als nötig... 

Wenn man immer alles schon vorher wüsste, wäre vieles einfacher. 
Ich begann mit punktuellem Sandstrahlen im Kofferraumbereich (vorne). Mein Käfer war früher mit einem Radio ausgestattet. Folglich hatte er auch eine Radioantenne. Die ist vorne links im Bereich der A-Säule angebracht gewesen. Durch einen Kunststoffstutzen mit Gummidichtung, wurde die Antenne sozusagen an der Karosserie gehalten und geführt. Die Gummidichtung war sicherlich total porös und wasserdurchlässig für mehrere Jahre. Somit hatte ich innen, neben dem  Frontklappenscharnier heftige Verrostungen unterhalb des Antennenbohrlochs. Die Stelle habe ich auch erst selbst vor etwa 4 Jahren entdeckt.
Die Stelle ist - wie im Video zu erkennen- sehr unzugänglich, um Rost zu entfernen mit einem entsprechenden Schleifaufsatz und Dremel. 
Daher entschloss ich mich für das punktuelle Sandstrahlen in diesem Bereich. Das ganze sah zunächst gut aus, nach dem Strahlvorgang. 
Am nächsten Tag erst, entdeckte ich jedoch vom Sandstrahlen, ein kleines "Durchschussloch". Also war das Blech dort doch schon etwas mehr vom Rost angegriffen als ich dachte. 

Hier zunächst mal das Video vom Sandstrahlen. Ansich keine schlechte Sache...


So sieht das nach dem Sandstrahlen aus. Man sieht hier auch das Bohrloch für den Zierleistenclip. Der Durchschuss war im Bereich hinter dem Lüftungsrohr (hier nicht zu erkennen)

Als ich dann am nächsten Tag erst auf der hellen Grundierung das "Durchschussloch" an einer Stelle erkannte, entschloss ich mich dafür, das gestrahlte Blech nun doch auszutrennen. Es war einfach schon zu dünn an einer Stelle. Normalerweise funktioniert Sandstrahlen recht gut und schädigt das Blech auch nicht so sehr wie ein Gerät mit Schleifaufsatz. 

Also.... Austrennen...

Ich schweisste den Blechflicken jedoch dahinter ein und nicht auf Stoß.
Der Grund dafür ist:
VW-Käfer-Blech ist grundsätzlich recht dünn. Man brennt sich "auf Stoss" schnell Löcher ins Blech. Selbst bei nur kurzem Zünden der Elektrode und niedrigem Schweissstrom. Beim Hinterlegen des Blechflickens, hat man mehr Material zur Verfügung und damit ist die Durchbrenngefahr geringer.
Der Flicken sitzt jetzt etwa 1,5mm tiefer als das übrige Blech. Das kann aber durch akurates Schleifen der Naht und mit etwas Spachtelmasse / Schliff wieder ausgeglichen werden.

So sieht es jetzt aus. Ich bin jetzt beruhigt, denn die Stelle ist nicht mehr papierdünn. Das fehlte mit noch, das beim Autowaschen oder Polieren plötzlich das Blech nachgeben würde...   

Weiter geht es mit den Bohrlöchern für das Typenschild, an der Reserveradwanne. 
Die Position (in etwa), musste bestimmt werden.

Als nächstes dann noch das Anschleifen der übrigen Fahrerseite, wo noch nicht vorgrundiert wurde. Auch hier wurde das Radhaus komplett blank geschliffen, weil ich genau wissen will, wo noch Rostansätze sein könnten. Dann erfolgte die Vorgrundierung. Auch der Bereich der Regenrinne an der Fahrerseite.