Käfer-Restauration Seite66
02.04.26 Zwischenmeldung:
Es wurden zwei neue Chromstossstangen bestellt für den VW Käfer vorne und hinten in Originalpassform, Originalblechstärke und hochwertiger Chromausführung. (Kein Brasil-Chrom!). Die Stossstangen-Bauform musste für das Modell ab 08/74 bestellt werden.
Das wird dann wieder top aussehen und auch zu 100% passgenau sein.
In Käfer-Fachkreisen wird diese Stossstangenausführung auch als "Eisenbahnschiene" bezeichnet.
Man kann diese Ausführung auch noch mit einer dickeren Gummileiste versehen. Das gefällt mir persönlich jedoch nicht, weil die Stossstangen dann zu wulstig werden.
Daher ist in der Mitte nur ein schwarzer Zierstreifen aufgeklebt. Das gab es damals auch so ab Werk, wenn man keine Gummileiste haben wollte.
Mit Gummileiste war damals gegen Aufpreis erhältlich. Auch im VW-Käfer-Prospekt (klick hier) war das Fahrzeug damals ohne Gummileiste fotografiert worden, und nur mit schwarzem Zierstreifen in der Mitte der Chromstossstangen versehen.
Es wurden auch noch 4 Gummitüllen für die Kotflügel bestellt, wo die Stossstangenhalter durchgesteckt werden.
Die Gummitüllen sind schon angekommen. Die Chromstossstangen werden in den nächsten Tagen eintreffen.
Am 04.04.26 wurden schonmal die Gummidurchführungen an den hinteren Kotflügeln angepasst und die Halter probeweise durchgesteckt:
Danach wurden alle 4 Stossstangenhalter gründlich von jeweils beiden Seiten entrostet. Zwei Halter waren noch an der nicht originalen, alten Stossstange befestigt. Da ließen sich zunächst nichtmal mehr die Muttern lösen, um die Halter von der alten Stossstange zu trennen. Daher musste ich die Befestigungsmuttern mit dem Multidremel und kleiner Trennscheibe an beiden Seiten einschneiden. Die Halter der hinteren Stossstange waren stark verrostet an den Befestigungspunkten. Mit der CSD-Schleifscheibe auf der Bohrmaschine, konnte man die Halter wieder blank machen. Ein Halter hatte etwas agressiveren Rost. Hier kam Zitronensäurepaste zum Einsatz. Der Bereich wurde dann in eine kleine Plastikfolie gesteckt, damit die chemische Reaktion stattfinden kann, ohne das die Masse austrocknet. Die Zitronensäurepaste holt auch den Rost aus den Poren des Metalls. Nach ein paar Tagen, kann die Stelle gesäubert und mit einer normalen Flüssigseifenlauge neutralisiert werden. Dann sollte man auch möglichst sofort grundieren.
Am 07.04.26 entfernte ich die Zitronensäurepaste von dem einzelnen, etwas stärker verrosteten Stossstangenträger.
Die Paste war von der chemischen Reaktion relativ schwarz geworden und war in der Folie nicht eingetrocknet.
Das Metall ist durch die chemische Reaktion auch in den Poren rostfrei geworden.
Desweiteren kümmerte ich mich am 07.04.26 um die 4 Scharniere der beiden Türen.
Diese habe ich etwa 2010 in gutem gebrauchten Zustand gekauft. Es handelt sich um Originalteile mit VW- und Audi-Prägung.
Die Scharniere haben wenig bis gar kein Spiel.
Leider fehlte an beiden Scharnieren für die Fahrertür jeweils eine Bohrung, die auch noch 45° versenkt sein müssen, denn zur Befestigung an der A-Säule des Käfers müssen Senkkopf-Kreuzschlitzschrauben verwendet werden. Warum diese Bohrungen fehlten, ist mir schleierhaft...
Das mit den fehlenden Bohrungen fiel mir bereits bei der Anpassung der Türen auf. Da ich aber an beiden Scharnieren, für die Fahrertür, zwei Schrauben für die Anpassung einschrauben konnte, war es zunächst mal egal.
Erstmal war wichtig, genau anzuzeichnen und dann den Mittelpunkt anzukörnen, damit der Bohrer mitsamt der Maschine nicht übers Material wandert...
Ich bohrte erstmal mit 3mm vor und bohrte danach auf das Endmass von 8,5mm. Mit einem 45°-Kegelsenker schrägte ich die Bohrungen an. Zum Bohren und Kegelsenken habe ich als Schneidöl ein wenig altes Motorenöl auf das Werkzeug geträufelt, damit der Bohrer oder Kegelsenker nicht ausglüht.
Hier das obere Scharnier der Fahrertüre:
Hier das untere Scharnier der Fahrertüre (gleiche Vorgehensweise):
Alle 4 Scharniere wurden vom "Lagerungsschmodder" und Fetten befreit und geschliffen. Die Scharniere sind jetzt für die Grundierung bereit.