Käfer-Restauration Seite77

Am 26.07.26 machte ich einen kleinen Test. Ich habe mir Schaumstoff-Schleifpads in P500 und P600 bestellt. Diese sind nun geliefert worden. Ich war mir noch nicht ganz sicher, wie ich für meine Zwecke eine perfekte Oberfläche erzielen kann. 
Die linke Dachhälfte wurde zuvor (siehe Video), mit runden Schleifscheiben P500, die auf einem Gummistempel mit Griff geklettet werden, direkt nass geschliffen. Das glänzte zwar sehr schön, wie im Video gezeigt, wenn man die geschliffene Fläche mit Wasser aus der Sprühflasche benetzt.....    jedoch bin ich mir unsicher, ob unter dem Wasserfilm nicht doch noch etwas Struktur des Epoxygrundierfüllers zu sehen ist, die man womöglich nachher im Decklack sieht. 
Deshalb führte ich am Sonntag, den 26.07.26, einen Test mit den Schaumstoff-Schleifpads und schwarzem Kontrollpulver durch. 

Die Vorteile der Schaumstoff-Schleifpads sind:
-Die Form ist absolut flexibel und man kann die runden Formen der 
  Käfer-Karosse damit besonders gut schleifen.
-Die Pads sind nur für Trockenschliff geeignet: also kein Gematsche mit Wasser
-Der Käfer hat viele eingeprägte Sicken, die mit diesen Pads auch 
  wunderbar in den Prägekanten geschliffen werden können.
-Man schleift so schnell keine empflindlichen Kanten aufs blanke Metall durch
  (Kanten sind da immer sehr empfindlich und auf blanken Kanten wird der Lack
   grundsätzlich nicht halten)
 

Auf dem folgenden Foto, sieht man genau, wo man geschliffen hat und wo der Epoxy-Grundierfüller noch Struktur aufweist. Das schwarze Kontrollpulver gibt alles preis:

Hier mal ein kleiner Schleifversuch an der Fronthaube. Der eingekreiste Bereich ist geschliffen. Auch in der Blechsicke. Hier sieht man deutlich, das alles glatt ist und der Rest der Haube noch Struktur hat. 

Diese Schleifversuche waren für mich an diesem Sonntag "Gold wert". Ich weiß jetzt, wie ich alle Anbauteile und die Karosserie relativ zügig mit einem perfekten Ergebnis schleifen kann, wo ich mir auch sicher sein kann, das alles glatt ist und der Decklack später dann auch Haftung hat.  Am Sonntag wollte ich jedoch nicht mit Pressluft arbeiten und Nachbarn verärgern. 
Die Vorgehensweise wird also folgendermaßen sein:  
-Zuerst werden alle Karosserie-Anbauteile und die Karosserie selbst mit P500 Trockenschliff und Kontrollpulver bearbeitet
-Als zweiter Schritt erfolgt dann "oldschool" der Nassschliff P600 für jeden Bereich sofort nach dem Trockenschliff, wenn keine Struktur mehr im Epoxygrundierfüller ist. 

Es geht umgehend weiter...