Käfer-Restauration Seite70

Heute am 12.05.26, wurde der 240er Aussenanschliff auf der Vorgrundierung soweit fertiggestellt. Ich bin jetzt aussen einmal rundherum am Käfer. 

Bisher ging es ganz zügig voran mit Schleifen.

Jetzt mal ein kurzer Themenwechsel bezüglich Beleuchtung. 
Ich hätte nie gedacht, das es so schwer werden würde, neue originale Frontblinker für die Chrom-Kasten-Stossstange zu finden (im Originaloutfit hellgraues Blinkergehäuse von HELLA).

Kotflügel-Blinker, wie sie bei früheren 70er-Jahre-Käfer-Modellen verbaut wurden, findet man wie Sand am Meer. Aber Blinker für die Stossstange halt nicht...

Es gibt zwar Nachfertigungen für die Blinkergehäuse aus dem Hause HELLA, aber die sind mittlerweile mit einem schwarzen Blinkergehäuse versehen, anstatt einem hellgrauen.  Die US-Blinkergehäuse haben auch noch ein 3. Kabel für das orangene Standlicht, wie es in den USA üblich ist. 
Ich wollte unbedingt die EU-Version haben. Nach langer Sucherei im Internet, fand ich dann endlich welche. Das Angebot ist absolut überschaubar. Ich habe nicht mehr als zwei Anbieter als Gebrauchtware gezählt. Also quasi 2 Paare im Internet auffindbar gewesen. Davon habe ich mir die besten rausgesucht. Meine Frontblinker habe ich zu Anfang der Restauration direkt entsorgt, denn die waren wirklich vergammelt. Das konnte ja auch keiner ahnen, das sowas mal dermaßen rar wird...
Ich dachte auch immer, das die Blinkergehäuse baugleich sind mit denen in den Stossstangen vom Golf1, Polo1 oder Audi50, was sich als "nicht wahr" herausstellte. Sehen gleich aus, aber sind doch völlig anders. 

Hier mal zur Veranschaulichung dargestellt. Der obere Frontblinker ist einer vom Golf1/Polo1/Audi50. Passt aber am Käfer ganz und gar nicht. Auch das Blinkerglas ist anders, nämlich flach.
Unten sieht man einen von den neuen gebrauchten Blinkern, die ich für den Käfer gekauft habe. Das Gehäuse verläuft hinten schräg, ist aber für beide Seiten geeignet. Das Blinkerglas ist hier halbrund und läuft sozusagen mit der Form der Chromstossstange.
Wieder was gelernt !

Die gebraucht gekauften Blinker waren mit Wachs und Strassendreck überzogen. Normalerweise sind die Gehäuse, wiegesagt, hellgrau. Mit etwas 80er, 120er und 240er Schmirgel und Sidolin, ging die Schmotze recht gut ab und zum Vorschein kam wieder das normale hellgrau. 
Die Fotos aus der Kleinanzeige, zeigten auch das Innenleben der gekauften Blinker. Hier gibts nichts zu beanstanden. Keine Oxidation, keine Beschädigungen. Auch die Hella-Blinkergläser sehen noch recht gut aus, wobei ich hierfür auch noch ganz neue habe in abgerundet. Blinkergläser von Hella, gibt es nämlich noch zu kaufen in Originalqualität.

Der obere Blinker ist noch unbehandelt. Ich habe hier einfach mal einen Reinigungstest gemacht. Ist noch etwas Arbeit, aber das bekommt man wieder schön hin. 



Am 15.05.26 ging es weiter mit den Schleifarbeiten. Es wurde der gesamte Kofferraum mit 240er Schleifmittel geschliffen, inkl. Reserveradwanne. 




Am 16.06.26 wurde der gesamte Innenraum mit 240er Schleifmittel angeschliffen.
Im Video war ich kurz vor dem Ende des Innenraums.

In den nächsten Tagen geht es weiter. Es fehlt nur noch der Anschliff des Kofferbodens, von unten (unterhalb der Rückbank).
Dann kann alles nochmals gründlich mit Pressluft abgeblasen werden und alle Flächen werden mit Silikonentferner gereinigt.

Dann erfolgt eine Grundierung mittels Kompressor und Grundierpistole nur für die Karosse. (höhere Schichtstärke).
Alle Anbauteile wurden schon mit der Grundierpistole grundiert !

Nach dem Trocknen der Hauptgrundierung erfolgt das Abdichten von Blechüberlappungen an der Karosserie aus einer elektrischen Kartuschenpistole, mit überlackierbarer Karosseriedichtmasse von Sikaflex, in der Farbe beige, und einem Nylonpinsel. 
Mit dem Nylonpinsel kann man weitestgehend wieder die Originalstruktur von Karosserie-
dichtmasse erreichen. Die Dichtmasse bleibt nach dem Trocknen dauerelastisch. 

Als weiteres kommt dann der Nass-Schliff sämtlicher Karosserie-Anbauteile und der Karosserie. Hierfür werde ich Nass-Schleifpapier mit der Körnung P800 verwenden. Das 
Nassschleifpapier wird in einem Eimer mit Wasser eingelegt. 
Nach dem kompletten Anschliff aller Blechteile mit P800 und erneutem reinigen mit Silikonentferner, erfolgt die Lackierung mit dem Uni-Lack L63Y (manilagrün) Originalfarbton von Volkswagen.


                            So ist der Plan !