Käfer-Restauration Seite79


Heute, am 20.08.26, wurden noch die Fronthaube und die Beifahrertür innen und aussen endgeschliffen. 
Ich hatte gar nicht mehr auf dem Schirm, das ich die Beifahrertür seinerzeit (etwa 2 Wochen nach Grundierung mit der Pistole) schon mit P500 zum Testen, glattgeschliffen habe. Denn mich hatte es damals sehr interessiert, wie sich so die Schleifbarkeit des Epoxygrundierfüllers, aus der Pistole, darstellt. Die Beifahrertür war nämlich seinerzeit das erste Teil, welches ich mit der Grundierpistole grundiert habe. 
Von daher war ich heute dann doch etwas schneller mit den Schleifarbeiten an der Beifahrertür, weil ich nur noch einen Durchgang mit P600 machen musste. Und auch diese Tür ist oberflächlich einfach 1a geworden. Innen wie aussen. Natürlich auch die Fronthaube.


Alle Anbauteile sind jetzt sozusagen fertig für die Lackierung. Ich werde nur noch stellenweise  (an allen Anbauteilen) mit der Spraydose etwas nachgrundieren, wo versehentlich an den Kanten bis auf das Metall durchgeschliffen wurde. Dann wird nach dem Trocknen nur nochmal kurz mit P600 an diesen Stellen leicht angerauht und das wars dann aber auch. 

Als nächstes steht die Karosserie mit Endschliff auf dem Programm, aber viel ist es nicht mehr, weil hier bereits viele Bereiche fertig geschliffen wurden. 
Der Rest sollte relativ zügig gehen. Es handelt sich hier nur noch um die Radhäuser, Einstiege, Innenraum, Kofferraum und Motorraum. Sichtbare Stellen werden mit P600 angeschliffen. Alles andere, was sich unter dem Teppich oder an nicht sichtbaren Stellen verbirgt, wird lediglich mit P400 oder P500 angerauht. Hier darf ruhig etwas Struktur vom Grundierfüller sichtbar sein, wie es meist auch ab Werk der Fall ist.

Der Lack wurde schonmal bestellt. Es sind insgesamt 10 Liter manilagrün (Farbcode: L63Y).
Es handelt sich dabei um einen Zweikomponenten-Einschicht-Uni-Lack.
Es ist also ein Lack wie er damals auch auflackiert wurde. Der Glanz ist schon mit drin und es wird daher auch kein Klarlack mehr benötigt. Desweiteren handelt es sich um einen HS-Acryllack. HS steht für: High Solid (hoher Festkörperanteil, daher sehr gut deckend). 
Ich wollte keinen neumodischen Wasserbasislack, der anschliessend noch mit Klarlack versehen werden muss, damit er glänzt. 
Ich halte die alten Lacksysteme für wesentlich widerstandsfähiger. Das ist meine persönliche Meinung. Gute Lackpflege natürlich immer vorausgesetzt. Aus Umweltschutzgründen werden heutzutage nur noch Wasserbasislacke verarbeitet. Für Oldtimer gibt es jedoch aus "Originalitätsgründen" immernoch Ausnahmen und das muss auch so sein. 


Am 28.08.26 kam der angemischte Lack per Paket an. Es handelt sich wiegesagt um 10 Liter VW manilagrün. Als Härter habe ich (vorerst) nur 2 Liter bestellt, die jeweils in 4 Gebinden ankamen zu je 0,5 Liter. Ich finde das praktischer, wenn man kleinere Härterdosen hat, denn 0,5 Liter werden zumeist schnell aufgebraucht und das Risiko ist dann nicht mehr gegeben, das Reste von Härter zäh werden, nur weil einmal der Schraubverschluss offen war, wenn man grössere Härterdosen verwendet und ein paar Tage aufbewahrt. Ist alles teuer genug. Ich habe zusätzlich erstmal nur einen Liter Verdünnung bestellt für den Acryllack. Davon braucht man nicht so viel. 




Am 29.08.26 kam ich etwas weiter mit den Endschliffarbeiten an der Karosserie des Käfers. Es wurden beide vorderen Radhäuser und der Kofferraum inkl. Reserveradwanne mit Schleifvlies P400 angeschliffen. 
Desweiteren wurde das Windleitblech (dort wo die Wischerarme befestigt werden) mit P500 und P600 geschliffen. Auch der gesamte Windschutzscheibenrahmen innen und aussen und das Frontblech vorne an der Schnauze, sowie noch das Seitenteil am Vorderwagen links.
Da es leider regnete, habe ich das meiste in der Garage geschliffen. Den Schleifstaub habe ich jedoch noch nicht mit Pressluft abgeblasen. Dafür schiebe ich die Karosserie beim nächsten mal wieder raus und benutze dann die Pressluft. Man muss sich nicht unnötig Dreck machen.

Ich bin fast durch mit dem kompletten Endschliff.
Folgendes muss noch gemacht werden:

Der Innenraumanschliff
Der Motorraumanschliff
Der Anschliff unterhalb des Kofferbodens
Der Anschliff beider Radhäuser hinten


Sämtliche fertiggeschliffene Anbauteile habe ich erstmal separat "gebettet", damit man sich keine Macken reinhaut...