Käfer-Restauration Seite81
Es ist der 08.09.26:
Jetzt kommt endlich Farbe ins Spiel. Nach bisher 18 Jahren Restaurationszeit (immer wenn man Zeit und Muße hatte, am Käfer weiterzumachen), kommt jetzt endlich der neue Lack. Der Käfer wird wieder in manilagrün lackiert. So wie damals, im Juli 1979.
Da ich zwar Kraftfahrzeugmeister bin, aber kein gelernter Lackierer, habe ich mir die Lackierarbeiten ein wenig aufgeteilt. Das bedeutet, das zunächst alle inneren Bereiche lackiert werden. In Sachen Lackierung habe ich mir in vielen Jahren meiner Arbeit als Kfz-Meister viel von den Lackierern abgeschaut und erklären lassen und habe viel dazugelernt. Somit traute ich mir die Karosseriearbeiten, die Vorarbeiten zur Lackierung und die Lackierung selbst zu.
Da ich an der Karosserie zunächst alle inneren Bereiche lackiert habe, fühle ich mich nicht überfordert. Es gibt immer Kantenbereiche, wo man mit der Lackierung exakt aufhören kann. Ob es nun Anbauteile sind oder die Karosserie selbst.
Die Lackierung der inneren Bereiche habe ich im Freien ausgeführt. Das klappte wunderbar. Sämtliche äussere Bereiche der Karosserie und Anbauteile, werde ich aber in einem eigens dafür gekauften "Lagerzelt" lackieren. Das ist hoch genug, breit genug und lang genug und sehr stabil und windunempfindlich und lichtdurchlässig.
Erfordert etwas Aufbauzeit. Aber das kommt später.
Hier mal ein paar Fotos von allen inneren Bereichen, die ich heute im Freien lackiert habe. Das Wetter war super:
Ich bin sehr zufrieden mit der Lackierung für die inneren Bereiche.
Hier meine gute Sata Minijet 4400 B RP. Diese habe ich mit einem grösseren Fliessbecher von Sata versehen. Auf dem Foto ist sie schon gereinigt.
Man verwendet sie vorwiegend für Smart-Repair. Aber man kann auch sehr gut Fläche damit lackieren. Es ist sehr sehr feines Arbeiten damit möglich. Ich liebe diese Lackierpistole. Wenn man sie auf Punktstrahl umstellt, dann hat sie richtig "Feuer". Man kann an unzugänglichen Stellen sehr gut den Lack auch in Ritzen und Vertiefungen spritzen. Es geht nichts über Profimaterial.

Heute ist der 13.09.26:
Die Käferkarosse wurde für die Aussenlackierung mit Folie abgeklebt. Es waren einige Stunden Arbeit. Aber es wird.
Hier ein Video über die Abklebearbeiten:
Am 14.09.26 wurden erstmal alle Kotflügel, die Kofferraumhaube und beide Türen von der Innenseite lackiert. Auch Kleinteile habe ich direkt mitlackiert, wie z. B. Türscharniere, oder die Kennzeichennase.
Der Glanz der Sichtbereiche ist bisher sehr gut geworden.
Als "Nicht-Lackier-Fachmann" muss man sich ganz schön zusammenreissen und konzentrieren, um keine Fehler zu machen. Besonders wichtig sind nach der ersten lackierten sogenannten dünnen "Klebeschicht", die Ablüftzeiten. Bei diesem Lack liegt die Ablüftzeit bei 5 bis 8 Minuten. Die Ablüftzeiten sollten unbedingt eingehalten werden, bevor man die zweite Lackschicht spritzt. Die Lösemittel im Lack, müssen die Chance haben, aus der Schicht ablüften zu können. Sonst kann es schnell Laufnasen geben.
Hier mal die lackierte Kennzeichennase mit den Türscharnieren:
Das ist die originale Tankklappe. An dieser hatte ich bisher noch keine Arbeiten verrichtet.
Ich entfernte heute beide Aufkleber und schliff die Tankklappe innen und aussen mit der Maschine blank. Minimaler Rost konnte perfekt entfernt werden.
Den korrekten Aufkleber habe ich mir neu bestellt. Den gibt es noch als 100% Nachfertigung.
Nach dem kompletten Blankschliff der Tankklappe, wurde diese beidseitig mit 2K-Epoxygrundierfiller aus der Spraydose behandelt. Ich schliff auch noch zwei Halter blank, an denen später die Motorhaubenscharniere angeschraubt werden. Auch diese wurden mit 2K-Epoxygrundierfiller grundiert.
Für das Frontblech habe ich mir einen neuen runden Deckel bestellt. Der alte war leider total schrottig. Dieser ist eine sogenannte Wartungsklappe. Er sitzt aussen am Frontblech und muss natürlich auch in Wagenfarbe lackiert werden. Ich habe den Deckel erstmal angeschliffen und auch grundiert.
Die minimale Delle, die ich noch entdeckte, als ich die Karosserie mit Folie abklebte, ist auch schon behoben. Sie war wiegesagt nur minimal, aber länglich. Und das im vorderen linken Seitenteil. Die dünne Spachtelschicht wurde sauber verschliffen und dann auch mit 2K-Epoxy-Grundierfüller beschichtet. Dieser muss jetzt noch 2 bis 3 Tage trocknen und dann wird die Fläche mit P600 nochmal endgeschliffen in diesem Bereich.
In 5 bis 6 Tagen werde ich mein grosses, weisses Lagerzelt vor der Garage aufbauen. Der Boden wird auch mit einer weissen stabilen Folie glatt ausgelegt.
Die Karosserie wird dann ihre Aussenlackierung im Zelt bekommen. Aber zuvor werden noch ein paar Anbauteile lackiert.